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Georg Dickmann Hockeyweltmeister mit der Ü 45

Pressespiegel Bierstadter Nachrichten
Barbara Yurtöven 29.09.2006
 

Von einem der auszog Weltmeister zu werden.


Deutschland ist Weltmeister! Nein, nicht im Fußball, da haben die Mannen um Jürgen Klinsmann bekanntermaßen den dritten Platz belegt. Den Welttitel erspielten sich die Hockey-Herren am 16. September im Endspiel um die Hockey-Weltmeisterschaft mit einem 4: 3 Erfolg gegen Australien.

Auch der Bierstadter Georg Dickmann verfolgte die TV-Übertragung des Spieles gebannt, ist er doch selber seit 34 Jahren begeisterter Hockeyspieler. Doch das war nicht der einzige Grund für sein Mitfiebern. Dort auf dem Platz in der Nationalmannschaft des Deutschen Hockey Bundes standen quasi seine jüngeren Kollegen. Er selber hatte sich zwei Tage zuvor bereits die Weltmeisterkrone aufgesetzt – mit der deutschen Auswahl über 45 Jahren. Im Rahmen der Hockey-Weltmeisterschaften wurde das Turnier „World Masters 45“ in Krefeld ausgetragen. Insgesamt 16 Nationen, darunter Australien, England, Südafrika und die Niederlande nahmen an der Veranstaltung teil. „Sieben Spiele in sieben Tagen, war für alle Teilnehmer eine riesige Anstrengung“, blickt der Physiotherapeut, der seit 15 Jahren in Bierstadt eine eigene Praxis betreibt, zurück. Doch der Titelgewinn macht manche Mühe wieder wett und gibt Anlass zur Freude: „Dass ich selbst einmal einen solchen Triumph erleben darf, ist schon ein Traum“. Alle Mannschaften, so berichtet der dreifache Vater, seien heiß auf den Titel gewesen. Doch das deutsche Team machte von Anfang an deutlich, dass sie ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden wollten. Insgesamt 46:7 Tore aus sechs Siegen standen am Ende in der Schlussbilanz und ein 1: 1 gegen England. Im Endspiel wurde Polen, gegen das man in den Gruppenspielen zunächst ein 4: 1 erreicht hatte, mit 9:0 förmlich vom Platz gefegt. Dickmann selber trug sich während des Turniers gleich sechsmal selber in die Torschützenliste ein.

Nebenher gab es ausreichend Gelegenheit zum teamübergreifenden Austausch. Für die Teil-nehmer der „World Masters 45“ gab es zudem die Gelegenheit, die Spiele der A-Nationalmannschaften im Warsteiner Hockeypark zu besuchen. „Die Atmosphäre dort war schon etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Dickmann gerne zurück.

Mittlerweile hat ihn der normale Trainingsalltag wieder eingeholt. Mit seinem Seniorenteam, den WTHC Young Stars, hat der frischgebackene Weltmeister schon wieder die Hockeykugel rollen lassen. „Dass man durch Hockey auch im Alter noch richtig fit bleiben kann, beweist die Tat-sache, dass einige meiner Mitspieler bereits über 65 Jahre alt sind“, schmunzelt der Physiotherapeut, um ernsthaft fortzufahren: „Es ist eine Sportart, bei der der ganze Körper trainiert wird und insbesondere die Bauch- und Rückenmuskulatur gekräftigt wird. Wer es selber einmal versuchen will, findet übrigens bei den beiden Wiesbadener Vereinen, dem WTHC im Nerotal und dem DHC auf der Sportanlage Kleinfeldchen ein breites Angebot für alle Altersklassen - auch für Anfänger und Wiedereinsteiger“.

Auch wenn sich für ihn als Weltmeister in seinem Alltag nichts ändern wird und man in dieser Randsportart einen solchen Erfolg auch nicht versilbern kann („Hockey ist schließlich nicht Fußball“), so wird dieser Titel für Georg Dickmann doch immer etwas besonderes bleiben: „Mit dem Weltmeistertitel bin ich wirklich reichlich belohnt – das jahrelange Training hat sich für mich wirklich rentiert“.

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